Person

Murat mit Mehtap_kleinAm 10. April 1969 wurde Murat Polat in Tercan in der Nähe von Erzincan (im Nordosten der Türkei) geboren. Er wuchs als Ältester von zwei Geschwistern in einer türkischen Arbeiterfamilie auf. Als er drei Jahre alt war, zog die Familie nach Deutschland.

Nach dem Besuch der Grundschule und der Gesamtschule Eichendorff-Schule in Wetzlar-Dalheim (Abschluss qualifizierte Mittlerer Reife) wechselte er in die Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums der Werner-von-Siemens-Schule. Nach dem Fachabitur im Jahre 1989 studierte er an der Fachhochschule Gießen Bauingenieurwesen. Leider konnte er dieses Studium aus finanziellen Gründen nicht beenden. Seinen beruflichen Werdegang setzte er daher in den Bereichen Bauhandwerk und als Disponent im Bereich Güterlogistik fort.

Heute lebt Murat Polat mit seiner Frau, einem Sohn (15 Jahre) und zwei Töchtern (13 und 3 Jahre) in Solms-Oberbiel.

Der 43 Jahre alte Disponent blickt auf eine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Bereits in seiner Schulzeit war er ein engagierter Schulsprecher, der sich für die Interessen der Schülerschaft einsetzte. 1988 wurde er mit der internationalen Liste in den Vorstand des Ausländerbeirats der Stadt Wetzlar gewählt.

Im November 1998 trat er in die SPD ein, wo er sich ab November 2008 den Aufgaben eines Vorstandsmitglieds im Ortsverein Solms widmet.

2006 gründete er den Arbeitskreis Migration des Unterbezirks SPD Lahn-Dill mit und arbeitet heute als dessen Vorsitzender. Erstmals ist dieser Arbeitskreis mit Murat Polat in der AG Migration und Vielfalt der SPD Bezirk Hessen-Süd mit insgesamt drei Vorstandsmitgliedern aus dem Lahn-Dill-Kreis aktiv bei der Gestaltung integrativer Prozesse.

Auch gewerkschaftlich ist Murat Polat im Ortsverein Wetzlar bei Verdi engagiert und gestaltet deren Arbeitspolitik mit.

Als ein in der Türkei geborener Deutscher weiß er, dass wir von allen Seiten Offenheit und Toleranz brauchen, damit Integration gelingt. Insbesondere will er mit dafür sorgen, dass die Unternehmer mit und ohne Migrationshintergrund mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Im November 2012 organisierte er im Namen des Netzwerks türkeistämmiger Mandatsträger ein Treffen im Thüringer Landtag und lud hierzu neben dem CDU Innenminister Jörg Geibert die Sozialministerin Heike Taubert und auch einige Abgeordnete verschiedener Fraktionen ein. Nach ausführlicher integrationspolitischer Beratung lobten beide Minister und Abgeordnete die Arbeit und baten die Mandatsträger künftig auch dem Land Thüringen in Fragen Integration zu helfen.

Seit drei Jahren gehört er auch dem Vorstand des Unterbezirks SPD Lahn-Dill an und wurde bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2011 zum Abgeordneten des Kreistags im Lahn-Dill-Kreis gewählt. Dort arbeitet er in den Ausschüssen Soziales, Arbeit und Integration, sowie Bauen und Gebäudemanagement. Ende 2012 stellte er mit seiner Fraktion einen Antrag im Kreistag für das Projekt „Kommunaler Integrationspreis – KIP“, welches durch alle Fraktionen (außer NPD) einstimmig angenommen wurde. Seit April 2013 arbeitet er auch als stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Kreistags des Lahn-Dill-Kreises.

Am 23. November 2012 nominierte die Wahlkreiskonferenz in Aßlar Murat Polat als Landtags-Kandidaten für den Wahlkreis 17 (südlicher Lahn-Dill).

„Die schwarz-gelbe Landesregierung beschäftigt sich überwiegend mit sich selbst und hat in Hessen abgewirtschaftet“, so Polat in seiner Rede zur Kandidatur, in der er einen Regierungswechsel bei der kommenden Landtagswahl als überfällig sieht. Seine Themenschwerpunkte sind Arbeit, Bildung und starke Kommunen. Er wird sich im anstehenden Wahlkampf und als Abgeordneter für Gerechtigkeit und eine solidarische Gesellschaft einsetzen.

EHRENAMT UND MITGLIEDSCHAFTEN